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Forschungsstelle für biographische Religionsforschung | ![]() |
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| Moral Self-Empowerment |
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Dissertationsvorhaben von Martha Csöff Strategien der narrativen Konstruktion moralischer Identität in biographischen Interviews zu Glaubensentwicklung und Dekonversionserfahrungen Betreuung: Prof. Heinz Streib, Ph.D. / Emory Univ. Das Dissertationsprojekt zielt darauf ab, die an der Forschungsstelle Biographische Religionsforschung im Rahmen der Bielefelder kulturvergleichenden Dekonversionsstudie/Bielefeld-Based Cross-Cultural Study of Deconversion erhobenen Interviews im Hinblick auf die Frage zu untersuchen, wie in den narrativen Anteilen der Interviews je spezifisch ‚moralische Identität‘ konstruiert wird. Die biographischen Interviews zur Glaubensentwicklung und zu Prozessen der Dekonversion werden verwendet, um narrative Identitätskonstruktionen zu untersuchen, die sich mit Strategien der erfolgreichen Lebensbewältigung und moralischen Lebensführung befassen. Für die ausführliche narrative Analyse der Interviews zieht das Projekt sowohl Persönlichkeitsstruktur- wie auch soziodemographische Daten, insbesondere religiöse Affiliation, als Kontextdaten heran, wie sie die Bielefelder Dekonversionsstudie ebenfalls anbietet. Hier wurden, im Anschluss an F. Schütze, offene, narrative Interviews geführt, die den Prozess religiöser Dekonversion aus einer Bandbreite religiöser Traditionen und Gruppen, etablierte und ‘Mainstream‘ ebenso wie kleinere und weniger etablierte Gruppen, einschließlich NRMs, in der Bundesrepublik Deutschland und in den USA in den Blick nahmen. Zudem wurden halbstrukturierte Interviews nach J. Fowler (Faith Development Interviews) mit Dekonvertiten und derzeitigen Mitgliedern der verlassenen Religionsgemeinschaft durchgeführt. Ergänzt wurden dieser qualitative Datenbestand mit quantitativen Daten, die Aufschluss geben über psycho-strukturelle Dispositionen der Befragten, wie Psychological Well-Being nach Ryff und Religious Fundamentalism nach Altemeyer & Hunsberger. Zentrale Fragestellungen sind: Wie stehen Strategien einer narrativen moralischen Selbstkonstitution, eines 'Moral Self-Empowerment', in Verbindung mit einem spezifischen (sozialen/ideologischen) Kontext, wie er von bestimmten religiösen Traditionen, Gruppen und Milieus geboten wird? In welchem Ausmaß sind die Strategien an spezifische Persönlichkeitsstrukturen, wie z.B. psycho-strukturelle Selbsteinschätzungen und Dispositionen, gebunden? Und schließlich: Inwieweit können Biographie- und alltagsbezogene Erzählungen von Personen herangezogen werden, um etwa moralische Standards religiöser Gruppen vergleichend zu erforschen? |
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